Unser Weg zum Begleithund
Lahja hörte in ihrer Jugend schon sehr gut und war immer aufmerksam, daher hatte ich keine Probleme mit ihr.
Für die sportliche Karriere war es aber nötig, dass wir die Begleithundeprüfung (BH) ablegen und da dort spezielle Anforderungen zu erfüllen sind, hieß es üben, üben, üben.
Lahja war immer motiviert und voll bei der Sache... es gab ja auch tolle Leckerlis.

Trainiert wurden wir von Anfang an von Moni - einer Trainerin aus meinem Verein dem HSV Plänterwald.
Begonnen hatten wir im Januar 2010, bei kaltem, nassem und verschneitem Wetter.
Die Prüfung legten wir dann im Oktober 2010 ab. Dort war Lahja 1,5 Jahre alt und noch sehr verspielt.
Der Weg bis zur Prüfung war nicht wirklich steinig oder kompliziert, aber anspruchsvoll.
Die Maus ist ein Hund, die auch gern mal ihren Kopf durchsetzen möchte - typisch Husky halt.

So verschmust sie Zuhaus und auf dem Sofa ist, so gern geht sie draußen auch mal ihren eigenen Weg und hängt ihren Gedanken nach. Daher war die enge Beinarbeit für uns das größte Problem.
Ihre Lieblingsübungen waren das schnelle "Platz" aus der Bewegung sowie die Ablage. Da hatten wir von Anfang an keine großen Probleme mit. Auch die Gruppenarbeit fand sie klasse und war immer mit Begeisterung dabei.
Nur diese nervigen Geradeaus-Strecken und das Enge am Bein laufen, mochte sie nicht so. Dafür wurde dies immer ganz besonders belohnt, wenn sie es gut machte.

Ob es schneite, stürmte oder die Sonne erbarmungslos vom Himmel schien, wir standen auf dem Platz und führten Monis Anweisungen aus. So verflog die Zeit auch ziemlich schnell und der Prüfungstermin stand vor der Tür.
War ich bei Kalle extrem aufgeregt, nervös und unsicher, war es bei Lahja das komplette Gegenteil.
Ich hatte den Vorteil, dass ich die schriftliche Prüfung nicht mehr machen musste und konnte somit ganz entspannt in die Prüfung gehen.

Unsere Leistungsrichterin war Sabine Propp, die eine tolle Prüfung richtete und als der erste Teil aufm Platz über- und bestanden war, war ich mächtig stolz. Nun konnte nichts mehr schief gehen.
Auch den Straßenteil absolvierten wir mit Bravour - aber ich hatte auch nichts anderes von Lahja und mir erwartet.
Sie ist ein sehr sicherer Hund, der nicht an der Leine zieht und von daher nahm sie mir die größten Sorgen schon dadurch ab.
Trotzdem war es ein tolles Gefühl von der Richterin gelobt zu werden und zum Ende des Tages die Urkunde für eine bestandene Prüfung in den Händen zu halten.